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Travel Diary Lissabon - Tag 1: Die günstigste Stadtrundfahrt ever


Travel Diary Lissabon Travelguide Lisbon
Ende März war es soweit und mein Mann und ich packten die Koffer für einen kurzentschlossenen Trip nach Lissabon. Eigentlich wollte ich ihn mit der Reise überraschen, da er ein paar Tage Urlaub von seinem stressigen Job und in letzter Zeit Erholung und Abstand wirklich nötig hatte, also habe ich heimlich Wohnung und Flüge gebucht und ihm nur gesagt, dass wir wegfahren. Hätte mal den Reiseführer wieder wegräumen sollen...
Ich hatte in der Nacht vor der Abreise nur 3 Stunden geschlafen und war dementsprechend fertig. War aber vielleicht ganz gut so, denn so habe ich kaum etwas davon mitbekommen, dass wir ca. 2 Stunden lang keine Starterlaubnis bekommen haben, weil es in Lissabon zu neblig zum Landen war. So verzögerte sich also auch unsere Ankunft und ich hatte ein dementsprechend schlechtes Gewissen, da wir ja zu einer bestimmten Zeit mit unserem AirBNB Host in unserer Wohnung verabredet waren.


Und es kam, wie es kommen musste. Da der Flieger voll war, war uns unser Handgepäck abgenommen und im Frachtraum verstaut worden - was ich normalerweise überhaupt nicht schlimm finde, denn so hab ich weniger Stress damit. Allerdings mussten wir dann endlich in Lissabon angekommen darauf auch noch warten.
Dann wollten wir zu unserem Bus, den ich von zu Hause aus gebucht hatte und der uns in die Innenstadt bringen sollte. Wir hätten bis zur Endhaltestelle fahren müssen, doch da machte uns die Busfahrerin schnell einen Strich durch die Rechnung. Die halbe Strecke war wegen einer Kundgebung oder irgendsowas gesperrt. Moaaaah!
Gut, kannste nix machen, also sind wir dann mit unseren kleinen Koffern und unseren Rucksäcken quer durch Lissabon gelatscht und haben schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die hügeligste Stadt, die ich kenne, bekommen. 
Unser Host war übrigens unheimlich nett und lieb und hat in der Wohnung auf uns gewartet, hat uns alles erklärt und gezeigt, uns Reiseführer und Tipps für die City gegeben und auch eine Liste mit empfehlenswerten Restaurants in der Nachbarschaft. Die Wohnung von António findet ihr hier.
Da am Ende unser Ankunftstag erheblich verkürzt war (ich hatte doch sooo viel vor...), begnügten wir uns nur noch damit, ein paar Lebensmittel einzukaufen und ein wenig in unserem Viertel umherzuwandern.

Gegessen haben wir an diesem Abend im wahrscheinlich besten Restaurant der Reise:
Dem Guarda-Mor (Rua Guarda Mor 8), einem kleinen, ruhigen und gemütlichen Restaurant, das von außen total unscheinbar aussieht. Wir waren anscheinend recht früh dran, denn wir hatten das ganze Restaurant für uns alleine. Zur Vorspeise hatten wir grüne Bohnen in Tempurateig, in die sich sogar mein Mann hätte reinlegen können und eine Kabeljau Ceviche, die göttlich war. An Kabeljau werdet ihr in Lissabon übrigens nicht vorbeikommen, denn er wird in Portugal in ca. 1000 Variationen zubereitet und ist immer mega lecker! Als Hauptspeise bekam ich den zartesten Oktopus, den ich jemals gegessen habe - er ist quasi auf der Zunge zergangen und ich frage mich immer noch, wie man den so hinbekommt. Ich kann das Restaurant wirklich nur empfehlen, das Essen dort war ausgezeichnet!

Basílica da Estrela und Jardim da Estrela

Eintritt Kuppel: 3,00 €

Gar nicht wirklich auf unserem Plan am ersten richtigen Tag stand diese hübsche Kirche mit der Doppelturmfassade und dem Säulenportal, die aus weißem Kalkstein erbaut wurde. Ich weiß auch nicht, woher diese Faszination kommt, da ich persönlich mit Religion recht wenig am Hut habe, aber alte Kirchen üben eine unerklärliche Anziehungskraft auf mich aus. Das Innere der Kirche haben wir wegen eines laufenden Gottesdienstes nicht angesehen, dafür haben wir das Geld investiert und sind die enge Wendeltreppe aufs Dach hochgestiegen, um die Kuppel und die Aussicht zu bewundern.
Gegenüber der Kirche befindet sich ein wunderschöner Park, der sehr beliebt zu sein schien. Auch mich beeindruckte er sehr, ich finde es immer wieder faszinierend, wie einfach es in solch einem Park ist, zu vergessen, dass man sich inmitten einer riesigen Stadt befindet. Hier kann man sich wunderbar etwas ausruhen, wenn man schon einen längeren Tag in der Stadt hinter sich hat. Es gibt einen Teich und tolle Pflanzen und Bäume, für die Kinder gibt es einen Spielplatz. Ansonsten ist der Park relativ unspektakulär, aber eine schöne grüne Oase mitten in der City.
Lissabon Basilica da Estrela Kuppel
Lissabon Basilica da Estrela Kuppel Dach
Jardim da Estrela Lissabon Park Kaktus

Cemitério dos Prazeres

Richtig gestartet sind wir an diesem Tag am Cemitério dos Prazeres, ein Muss für diejenigen, die auf morbide Friedhofsromantik stehen. Ich persönlich besuche Friedhöfe unheimlich gerne, ich finde sie eindrucksvoll und wie das Wort selbst auch schon sagt, friedlich und beruhigend. 
Besagter Cemitério dos Prazeres beeindruckt durch seine Vielzahl an Mausoleen und Denkmäler, hier findet man Nachbauten berühmter Paläste, Pyramiden oder wie hier eine kleine Burg.
Geht man einen der Hauptwege bis ganz zum Ende, kann man einen wundervollen Ausblick über die Stadt genießen und auf einer Bank noch ein wenig Ruhe vor einem Tag in der aufregenden Hauptstadt finden.
Cemiterio dos Prazeres Lissabon Lisbon Lisboa Friedhof Mausoleum Grab Graveyard
Lissabon Cemiterio dos Prazeres Travel Guide Friedhof Aussicht

Tram 28 - Die günstigste Stadtrundfahrt ever

Wer sich schon ein paar Fotos aus Lissabon angeschaut hat, wird die kleinen gelben Tramwagen bemerkt haben. Diese dienen in der Stadt der sieben Hügel (und das sind üble Hügel, das kann ich euch sagen!) nicht nur als Fortbewegungsmittel quer durch die Stadt, sondern auch als Aufzüge, die die tiefer gelegene Altstadt mit höher gelegenen Stadtteilen verbinden und nur eine Straße hoch und runter fahren. Die Straßenbahn existiert in Lissabon übrigens bereits seit 1873 und die ersten Bahnen wurden noch von Pferden und Maultieren gezogen.
Direkt vorm Friedhof befindet sich die Endhaltestelle der berühmten und bei Touristen beliebten Linie 28. Eigentlich der Endpunkt haben wir ihn eben als Startpunkt genutzt, da wir sowieso ans andere Ende der Stadt wollten und ich kann euch eine Fahrt mit den alten Holzbahnen nur empfehlen.
Da ein Ticket 2,70 € kostet und ihr damit so weit fahren könnt, wie ihr wollt (nur am Endpunkt müsst ihr auf jeden Fall aussteigen), ist die Bahn natürlich immer gerammelt voll und ihr seid wirklich gut beraten, am Start- oder Endpunkt einzusteigen. Außerdem wird natürlich, wie überall, wo sich Touristen tummeln, vor Taschendieben gewarnt.
Aber die Fahrt lohnt sich extrem. Erstens kommt ihr quasi an allen wichtigen Punkten in der Stadt vorbei und zweitens kann es total spaßig werden, zu sehen, wie sich die kleine Bahn durch den Lissaboner Stadtverkehr und die engste Gasse drängt.
Lissabon Tram 28 Aufzug Carris Ascensores
Lissabon Travel Guide Diary Tram 28 Cathedrale Sé

Miradouro de Santa Luzia

Ausgestiegen sind wir nicht am Endpunkt der Strecke, sondern an einem der Aussichtspunkte, den Miradouros der Stadt und zwar am Miradouro de Santa Luzia.
Ein toller Platz für das typische Instagram Foto, auf das ich wegen der hohen Dichte an Selfie-Posern leider keine Lust mehr hatte. Mich für ein Foto anzustellen, so weit bin ich dann doch noch nicht - aber ich muss zugeben, die Kulisse ist traumhaft.
Ich habe hier lieber mein Käsebrot gemampft, während ich innerlich ein bisschen Panik hatte, dass sich die Insta-Chicks gegenseitig von der mit blauen Azulejos geschmückten Balustrade schubsen.
Lissabon Miradouro Santa Luzia Aussicht View Travel Guide Diary

Castelo de Sao Jorge

Eintritt: 8,50 €

Das Schloss am höchsten Punkt der Stadt ist eine der Top Touristen Attraktionen.
Es blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon 205 v. Chr. besiedelten die Römer Lissabon, das sie damals Olisipo nannten und 138 v. Chr. befestigten. Im 6. JH folgten die Westgoten und 714 die Mauren, welche die Burg richtig ausbauten. 1147 eroberte der spätere König Afonso Henriques die Stadt, ließ die maurische Moschee in eine Kirche umbauen und wählte die Burg als seine ständige Residenz. Dementsprechend entwickelte sich das Gebiet rund um das Schloss, wo man Verwaltungsgebäude, Adelsresidenzen, Stallungen und sogar ein Hospital und einen Friedhof baute. Nachdem sich später das Leben mehr ans Handelszentrum am Fluss verlagert hatte, wurde die Burg später vom Militär und als Gefängnis genutzt.
Wie so vieles wurde das alte Schloss beim Erdbeben 1755 zerstört und erst sehr viel später wieder aufgebaut - aber nicht vollständig. Man betritt zunächst einen großen Vorhof, von wo aus man eine gigantische Aussicht über die Stadt hat, klar, warum die Burg genau auf diesem Berg gebaut wurde. Unter den großen alten Pinien findet man ein schattiges Plätzchen für die wohlverdiente Pause zwischendurch.Man kann einen tollen Rundgang über den Wehrgang machen und von den Türmen aus die gigantische Aussicht genießen, aber wehe, man ist hier nicht gut zu Fuß. Der Wehrgang ist schmal und teilweise ist die Seite, auf der es hinunter in den Innenhof geht, nicht mit einem Geländer gesichert - die Burg ist mit Sicherheit ein mega Highlight für Kinder, aber ich hätte da ganz ehrlich Blut und Wasser geschwitzt.
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Castelo de Sao Jorge Lissabon Lisbon View Castle Schloss

Stadtzentrum - Praça do Comercio

Wir beschlossen, den Rückweg zu Fuß zurückzulegen. Das ist unser Steckenpferd bei unseren Städtreisen - wir machen so viel zu Fuß, weil man so einfach am meisten von der Stadt erlebt, aber am dritten Tag können wir meistens nicht mehr gehen. Aber was willste machen?
Den Praça do Comercio werdet ihr sicherlich auch kennen, wenn ihr noch nicht in Lissabon wart, denn das große Tor zu Stadt und der Platz davor sind wohl mit die beliebtesten Motive dort.
Am Ende des Platzes, direkt am Fluss kann man wunderbar ein kleines Päuschen einlegen, hier ist immer was los. Allerdings wurden mir noch nirgendwo auf der Welt so oft Marihuana angeboten, wie hier in Lissabon. Unfassbar.
Lissabon Lisboa Lisbon Praça do Comercio Gate Tor

Igreja de Sao Domingos

Hätte ich nicht im Reiseführer über diese Kirche gelesen, wäre sie mir überhaupt nicht weiter aufgefallen, denn von außen ist sie zwar ganz hübsch, aber doch recht unspektakulär. Aber das Innere ist was wirklich besonderes.
Nach dem Erdbeben 1755 wurde die Kirche rekonstruiert, die schlichte Fassade täuscht definitiv über ihr prachtvolles Inneres hinweg. 1959 brach allerdings ein Feuer aus und die Kirche brannte völlig aus. Wiederum restaurierte man die Kirche. Allerdings nur teilweise. Sie bekam ein neues Dach, das Gewölbe wurde orangerot gestrichen, doch die unteren Strukturen der Kirche wurden so belassen wie sie nach dem Feuer waren, so dass man heute noch seine Spuren sehen kann.
Dieser Kontrast aus verwitterten Marmorsäulen, diese Ehrlichkeit von unverhohlener Zerstörung und Vergänglichkeit, schafft für mich eine ganz besondere Atmosphäre.
Ich weiß überhaupt nicht, warum ich hier nur Handyfotos gemacht habe, die qualitativ irgendwie echt mies sind...
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Lissabon Lisbon Lisboa Igreja de Sao Domingos travel guide church destroyed fire
Lissabon Lisbon Lisboa Igreja de Sao Domingos Church Travel Guide Destroyed Fire

Igreja do Carmo / Museo Arqueológico do Carmo

Eines der faszinierendsten Gebäude in Lissabon, das mir an jedem Aussichtspunkt ins Auge gesprungen ist, ist die Ruine der Igreja do Carmo.
Diese einst wunderschöne gotische Kirche wurde beim großen Erdbeben von 1755 zerstört und da ihr Wiederaufbau am Geldmangel scheiterte, ließ man die Ruinen seitdem einfach so stehen. Der Anblick ist faszinierend. Wie ein Skelett spannen sich die Säulenbögen über den Köpfen, so filigran und zerbrechlich, dass man sich wundert, dass nicht schon lange alles in sich zusammengefallen ist.
Im hinteren Teil der Kirche, der im 18. Jahrhundert rekonstruiert wurde, ist heute ein archäologisches Museum untergebracht, wobei man auch draußen in der Ruine viele Grabsteine und Statuen bewundern kann.
Ganz bezaubernd ist auch der Platz vor der Kirche, wo man auf alten Steinbänken einen Kaffee aus dem kleinen runden Kiosk genießen kann.
Eintritt: 4 € / Erwachsener
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Ein Beitrag geteilt von The Beauty and the Blonde (@beautyandblonde) am

Auch an diesem Abend haben wir uns entschieden, in der Nähe unserer Wohnung zu essen (wie den ganzen Rest unseres Urlaubs auch), denn nach so einem Tag ist man doch einfach nur froh, es nach dem Essen nicht mehr weit bis nach Hause zu haben. Wir zumindest waren heilfroh, wenn wir nur noch eine kurze Strecke gehen mussten, um dann ins Bett zu fallen. 
Das Restaurant unserer Wahl war an diesem Abend das Madragoa Cafe in der Rua da Esperanca 136, ein winzig kleines und unscheinbares Restaurant, in dem typisch portugiesische Speisen serviert werden. Die Besitzerin Christina war unheimlich nett und hat uns ihre komplette Speisekarte erklärt und obwohl echt alles (Fisch!!) furchtbar lecker war, habe ich hier den besten Salat seit langer Zeit gegessen. 

Wart ihr denn schon mal in Lissabon oder steht das noch auf eurer Travel-Wishlist? Was mögt ihr an der Stadt, was sind eure Geheimtipps?

Saskia
2 Comments
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Kommentare:

  1. Lissabon steht neben Barcelona und Rom (und bestimmt 100 anderen Städten^^) ganz weit oben auf meiner Reiseliste. Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder. Und ich freue mich auf weitere Posts.

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  2. Ich habe deinen Bericht mit Freude gelesen. Bilder und Text machen mich neugierig auf Lissabon :) Lissabon stand schon lange auf meiner Liste und jetzt weiß ich auch, wann die beste Zeit für einen Kurztrip dahin ist

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