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Travel Diary Lissabon
Ein Tagesausflug nach Sintra


Schon zuhause stand für mich fest: ein Tagesausflug nach Sintra muss unbedingt sein!
Wenn man möglichst viel sehen will, sollte man tatsächlich schon morgens los fahren. Wir sind erst gegen ein oder zwei Uhr los gefahren, weil wir im Urlaub lieber ausschlafen, ausgiebig frühstücken und duschen und lieber alles langsam und gemütlich angehen, und waren im Nachhinein ein wenig traurig, weil wir nicht alles geschafft haben. Für den Zug nach Sintra haben wir für zwei Personen für die Hin- und Rückfahrt unter 10 € bezahlt. Wie weit ich mit 10 € bei der Deutschen Bahn käme, will ich mir gar nicht erst überlegen. Die Fahrt an sich dauert ungefähr 40 Minuten vom Bahnhof Rossio aus und die Züge fahren im 30 Minuten Takt ab.
Sintra Lissabon Travel Mountains Forest Travel Old Houses
Direkt vor dem Bahnhof in Sintra fahren mehrere Busse ab. Einer davon, ich glaube, es war die Linie 434, fährt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Der Bus ist nicht so günstig, wie die Busse in Lissabon, aber ihr könnt mit eurem einmal gekauften Ticket immer wieder einsteigen und weiter fahren, ohne erneut zahlen zu müssen! Und mein wohlgemeinter Rat ist: nutzt diesen Bus auch. Zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten ist einiges an Strecke zurückzulegen und es geht bergauf. Also wirklich bergauf. Und es gibt teilweise keinen Gehweg neben der Straße. Vom Laufen würde ich euch also dringend abraten, wenn ihr nicht den halben Tag lang wandern wollt (was bestimmt auch toll ist, aber die Zeit ist ja meist eher knapp!). Die Alternative sind natürlich Taxis und Tuk-Tuks, die ihr hier auch an jeder Ecke findet!
Den Stadtkern von Sintra haben wir uns leider nicht näher angeschaut, weil uns die Zeit dafür fehlte. Hier gibt es aber bestimmt auch noch einiges zu entdecken, ich fand die kleine Stadt allerdings ganz zauberhaft. Wenn ihr etwas essen möchtet, würde ich empfehlen, das hier in der Stadt zu tun, denn die anderen Schlösser liegen weit außerhalb und das Essensangebot dort ist, wenn überhaupt vorhanden, sehr begrenzt.

Palácio Nacional de Sintra

Eintritt: 10,00 €

Mitten in der Stadt befindet sich unübersehbar der Nationalpalast von Sintra, der von den Monarchen vor allem als Sommerresidenz genutzt wurde. Ursprünglich ein maurisches Schloss, fiel es 1147 in den Besitz der portugiesischen Krone. Seitdem wurde ständig an- und umgebaut, bis es im 16. Jahrhundert seine endgültige, heutige Form erhielt.
Die vergleichsweise kleinen Zimmer und Räume sind auf unterschiedlichen Ebenen angeordert und an jeder Ecke werden noch maurische und manuelinische Einflüsse deutlich. 
Der Palast enthält eine tolle Sammlung alter Möbel und Kunstwerke. Besonders schön und bemerkenswert ist der alte kupferne Globus mit Darstellungen der Sternbilder ("Celestial Globe"), einer der wertvollsten Globen aus dem 16. Jahrhundert, die bis heute erhalten blieben.
Die riesigen, 33 Meter hohen Schornsteine der Palastküche kann man über Kilometer hinweg sehen, was sie zumindest von außen zum absoluten Eyecatcher macht. Könnt ihr euch vorstellen, was in dieser Küche los war, dass es diese monströsen Schornsteine brauchte?

Nationalpalast National Palace Sintra Lissabon Travel Tipps
Der Nationalpalast vom Castelo dos Mouros aus betrachtet
Palácio National de Sintra National Palace Nationalpalast Lissabon Decke Wappensaal Ceiling Coats Of Arms Gold
Die goldene Decke des Wappensaales
National Palace of Sintra Nationalpalast Pfalzkapelle Decke Schnitzereien Travel
Die Pfalzkapelle im Nationalpalast
Auffällig sind auch die aufwändigen Deckenmalereien der verschiedenen Zimmer. Jedes Zimmer wurde unterschiedlich gestaltet, da ist z.B. der Schwanensaal mit Darstellungen von 27 verschiedenen Schwänen auf den Holzpaneelen, der Elsternsaal mit seinem Deckengemälde aus dem 15. Jahrhundert, auf dem 136 Elstern zu sehen sind, der Saal der Galeeren und die wunderschöne geschnitzte Holzdecke aus dem 15. Jahrhundert in der Pfalzkapelle, die ich persönlich am schönsten von allen fand.
Am beeindruckendsten ist aber ganz klar der golden strahlende Wappensaal. König Manuel hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Familienwappen zusammenzutragen und zu katalogisieren, denn es gab früher kein Verzeichnis darüber. Diese Aufzeichnungen dienten als Vorlage für die 72 Wappen der einflussreichsten portugiesischen Familien, welche neben dem Wappen des Königs und denen seiner Kinder die Kuppeldecke des Wappensaales zieren.
Alles in allem fand ich den Palast sehr hübsch und interessant und bereue auf gar keinen Fall, dass wir ihn uns angeschaut haben. Ganz süß fand ich z.B. auch die kleinen Innengärten - ich will sowas auch zuhause haben!
Aber ich muss auch sagen: angesichts unserer knapp bemessenen Zeit und des recht hohen Eintritts von 10 € pro Person hätten wir ihn uns im Nachhinein aber doch besser gespart - die folgenden Sehenswürdigkeiten haben mir persönlich mehr gegeben! Sollte eure Zeit also auch eher knapp bemessen sein, überlegt euch vorher gut, was ihr unbedingt sehen möchtet und worauf ihr verzichten könnt.


Castelo dos Mouros

Eintritt: 8,00 €

Diese alte Anlage dürft ihr nämlich auf gar keinen Fall auslassen! Allein der Weg durch den Wald ist traumhaft - Diego hätte ihn geliebt! Der Wald wurde zumindest zum Teil künstlich angelegt, mit importierten Pflanzen, die ihn unbeschreiblich schön machen und die tollen und angenehm zu laufenden Wege integrieren sich perfekt in das Bild.
Alte Burgen und Schlösser - das ist ja genau mein Ding und zwar schon seit ich klein war! I love it!
Irgendwann um das 10. Jahrhundert herum, vielleicht sogar schon im 8. Jahrhundert wurde die Burg an einem der höchsten Punkte des Gebirges von den Mauren erbaut, die damals die Iberische Halbinsel besetzt hatten.
Ausgrabungen außerhalb der eigentlichen Burganlage aus jüngerer Zeit haben aber Artefakte und Strukturen aus vielen Zeitaltern offen gelegt - so wurden Silos zur Lagerung von Lebensmitteln gefunden, die in den Stein geschlagen wurden, ein mittelalterlicher christlicher Friedhof und sogar Artefakte aus der Bronzezeit!
König Ferdinand II war von dem alten Schloss absolut begeistert und restaurierte es zu der beschaulichen Ruine, die es heute ist. Sein Lieblingsturm war der Turm, der in Richtung des Pena Palastes blickt, dorthin zog er sich auch angeblich gerne zurück, um zu malen. Ich kann ihn absolut verstehen!

Allein der Weg zu den Schlössern ist traumhaft
Riesige Granitfelsen prägen das Bild
Blick auf den Palacio da Pena vom Castelo dos Mouros aus
Der sogenannte Königsturm, von dem aus man auf den Palacio da Pena blickt
Der Exerzierplatz
Es ist schon ein wenig abenteuerlich, auf den teils sehr schmalen Mauern über den riesigen Granitfelsen rumzuklettern, wo es auf der anderen Seite ab in die Tiefe geht - ohne hohe Gitter und nichts, aber die Aussicht von der Burgmauer und den Türmen ist atemberaubend! Da das Schloss auf einem der höchsten Punkte des Gebirges erbaut wurde und die Burgmauern, hat man einen Blick auf Sintra und die ganze umliegende Landschaft bis hin zum Atlantik!
Bemerkenswert ist unter anderem auch die Zisterne mitten in der Anlage, die das Regenwasser durch eine Aussparung im Dach speicherte, mit Ausmaßen von 18x6x6 Metern.
Das Maurenschloss ist ein absolutes Muss in meinen Augen und ich bin immer noch total begeistert davon. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde es immer extrem befreiend, wenn man an solch einem hohen Punkt steht und eine so atemberaubende Aussicht auf das umliegende Land und sogar das Meer hat. Ja, ich weiß, wie kitschig das klingt, aber ich finde solche Momente total beruhigend und erdend. Mir wird bei solchen Gelegenheiten immer wieder klar, dass du eben doch nur ein ganz kleiner Pups auf der Erde und in der Geschichte bist - also genieß das Leben und nimm nicht immer alles so bierernst!


Palácio National da Pena 

Eintritt Park und Palast: 14,00 €

Den nächsten Palast erreicht man vom Maurenschloss aus sehr gut zu Fuß und kann getrost auf den Bus verzichten.
Früher ein altes Kloster, kaufte es 1837 König Ferdinand II, der sich, vom politischen Leben weitgehend ausgeschlossen, mit Leidenschaft der Kunst widmete, die nunmehr verlassene Anlage, das Maurenschloss und einige umliegende Anwesen. An der Stelle des Kloster errichtete er ein ungewöhnliches, extravagantes Schloss, bei dessen Bau er sich von verschiedenen Künstlern, Architekten und Gebäuden inspirieren ließ. Einerseits ist es baulich recht europäisch gehalten, andererseits wird es von Zwiebeltürmchen und anderen Elementen aus dem islamischen Raum geschmückt.
Die Fassade ist zudem quietschbunt in den verschiedensten Farben gestrichen, von Pastellgelb zu kräftigem Zitronengelb, von Hellblau zu Knallrot ist alles dabei. Der Palast ist völlig verrückt, aber genau das macht ihn auch so charmant und liebenswert. Viele mögen ihn bestimmt ziemlich "affig" finden, mir dagegen gefällt er unheimlich gut! Warum denn nicht mal was anderes machen? Ist doch super, dass es auch damals Freigeister gab, die auf den üblichen Einheitsbrei gepfiffen haben! Ich jedenfalls muss schmunzeln, wenn ich Bilder davon ansehe, mich macht dieses bunte Gebilde fröhlich!

Die bunte Fassade des Palastes
Die Balustrade im Innenhof ist ein beliebtes Motiv
Der Uhrenturm
Auch von hier aus hat man eine atemberaubende Aussicht
Der Wehrgang bietet schöne Motive
An den Zwiebeltürmchen erkennt man den islamischen Einfluss
Ist das nicht traumhaft? Schade, dass wir dort nur noch so wenig Zeit hatten, ich hätte dort wirklich den ganzen Tag verbringen können.
Das Innere des Palastes blieb so erhalten, wie es im 19. Jahrhundert war, als der Adel aufgrund der Revolution aus Lissabon fliehen musste. Auch bei der Einrichtung ließ sich Ferdinand von unterschiedlichsten Stilen beeinflussen, was teilweise wirklich lustig anzusehen ist. 
Unheimlich gerne hätten wir auch noch eine Wanderung durch den riesigen Nationalpark unternommen, denn dort gibt es auch noch einiges zu entdecken und man hat von diversen Stellen einen wunderbaren Blick auf das kunterbunte Schloss. Leider war es dazu aber schon zu spät und ganz ehrlich - mehr Lauferei hätten wir wohl auch nicht mehr geschafft. Es hört sich immer nach nicht viel an, aber die Touren durch Museen, Paläste und Co. können doch auch ganz schön schlauchen.



Meine Tipps für Sintra

Für mich persönlich macht es im Nachhinein tatsächlich Sinn, zwei Tage in Sintra einzuplanen, wenn man denn die Zeit dafür hat. Denn ich befürchte, dass man, selbst wenn man bereits morgens sehr früh los fährt, nicht alles schaffen wird und Abstriche machen muss.
Wir hätten außer der Tour durch den Park und das Gebirge unheimlich gerne noch die Quinta da Regaleira mit dem berühmten alten Brunnen gesehen und wären außerdem gerne noch ein wenig weiter bis zur Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Europas gefahren, hätten mal kurz rüber nach Amerika gewinkt (gewunken?) und hätten vielleicht dort den Sonnenuntergang genossen.
Außerdem noch interessant und anscheinend weniger bekannt, ist ein verstecktes, verfallenes Kapuzinerkloster irgendwo mitten im Wald - aber danach habe ich mich gar nicht mehr weiter erkundigt, weil klar war, dass wir das zeitlich nicht hinbekommen würden.

Solltet ihr im Sommer nach Lissabon und Sintra fahren, müsst ihr natürlich mit entsprechend hohem Touristenaufkommen rechnen. Wir hatten im März keinerlei Grund zur Beschwerde, aber ich schätze, dass es in den Sommermonaten wirklich heiß hergeht in Sintra. Vor allem dürften dann auch die Busse permanent vollgepackt sein.

Aber wenn ihr die Zeit irgendwie aufbringen könnt, dürft ihr euch das kleine Städtchen auf gar keinen Fall entgehen lassen. Lissabon an sich ist großartig, aber Sintra mit seinen Wäldern und dem Gebirge und den tollen Burgen wird mir immer im Gedächtnis bleiben! Definitiv ein Ort, den ich irgendwann nochmal besuchen möchte.


Saskia
3 Comments
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Kommentare:

  1. Toller, ausführlicher Bericht mit sehr ansprechenden Bildern! Könnte mir sehr gut vorstellen, mal dort hinzufahren :)

    LG von schneegloeckchen21.blogspot.de

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    1. Oh es ist so toll dort! Du musst, du musst, du musst hinfahren!!

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  2. Was für tolle Bilder! Schade, dass ich keinen Sommerurlaub mehr habe :(
    Danke für den Bericht!

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