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Westcoast USA Roadtrip
Joshua Tree Nationalpark


Von Palm Springs aus machten wir uns am späten Vormittag auf den Weg zum ersten Nationalpark auf unserer Reiseroute: Joshua Tree. Auf der Fahrt hierher konnten wir schon mal einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie leer und unbewohnt viele Teile der USA tatsächlich sind. Das kann man sich zuhause im kleinen Deutschland kaum vorstellen. 
Wir fuhren bis zum Visitor Center im Joshua Tree Village, das relativ klein und übersichtlich ist - das im Nachbarort Twentynine Palms, welches sich im Übrigen als Übernachtungsmöglichkeit sehr gut anbietet, ist wohl größer und hübscher gestaltet. In den Visitor Centern kann man sich im Vorfeld über den jeweiligen Park ausführlich informieren, es gibt Ausstellungsstücke und Broschüren und bei Fragen stehen euch die Parkranger mit Rat und Tat zur Seite. Ihr solltet euch vor dem Besuch im Park auf jeden Fall auch über die aktuelle Wetterlage informieren, die kann nämlich von außen ganz schön täuschen. Hier am Joshua Tree Nationalpark waren wir ein wenig irritiert von dem Schild mit dem malerischen Titel "Don't Die Today" und seiner Hitzewarnung. Nice.
Im Visitor Center war unsere erste Handlung allerdings, uns den sogenannten Annual Pass zu kaufen, unsere Eintrittskarte. Dieser ist ein komplettes Jahr lang gültig und ermöglicht euch den Eintritt in sämtliche Nationalparks der USA. Kostenpunkt: 80$.
Joshua Tree lässt sich sehr gut mit dem Auto abfahren, denn die Hauptstraße ist geteert und in erstaunlich gutem Zustand. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es innerhalb des Parks nur auf den Campgrounds, auf denen meist kein fließendes Wasser und somit auch keine Duschen zur Verfügung stehen. Nur wenige Campingplätze trumpfen mit richtigen Toiletten auf, die anderen haben nur die üblichen Dixiklos zu bieten. Auch Verpflegung werdet ihr im Park vergeblich suchen, deswegen müsst ihr euch auf jeden Fall vor allem mit Getränken gut eindecken! Wir hatten im Vorfeld in San Diego schon kleine Wasserflaschen und zwei große Gallonen gekauft und waren damit fürs erste versorgt.
Seinen Namen hat der Park von den seltsamen Bäumen, die fast ausschließlich in dieser Region wachsen. Die Bäume selbst haben den Namen "Joshua Tree" von Mormonen, die diese Wüste auf ihrem Weg nach Westen durchquerten. Sie sahen in den ungewöhnlichen Pflanzen den Propheten Josua, der ihnen den Weg wies. Ich persönlich habe da ja recht fortgeschrittene Dehydration im Verdacht, aber nun gut.
Wir fuhren nun durch eine skurrile, aber absolut faszinierende Wüstenlandschaft, wo alles irgendwie gleich und doch irgendwie anders aussah. Blauer Himmel und endlich strahlender Sonnenschein sorgten ebenfalls für extrem gute Laune.
Im Park knallt übrigens die Sonne wirklich heftig und es gibt nur wenig Schatten. Die Temperaturen können im Hochsommer locker über 40 Grad erreichen. Obwohl das meiner eigenen Wohlfühltemperatur schon ziemlich nahe kommt, solltet ihr also wirklich lieber eine Kopfbedeckung tragen und auf euren Sonnenschutz achten.

Hidden Valley Trail

Einer der bekanntesten Trails im Joshua Tree Park ist der Hidden Valley Trail. Da er keine großartige Steigung hat, ist er recht einfach zu begehen und auch für eher untrainierte Personen geeignet - also perfekt für eine Luftpumpe wie mich! 
Das Hidden Valley wurde einst als Versteck von Viehdieben genutzt und man versteht sofort, warum dieses von Felsen umgebene Tal von ihnen auserkoren wurde. Hier findet dich niemand. Niemand!
Im Valley herrschte am Mittag nahezu Windstille und hier haben wir zum ersten Mal richtig gespürt, was es heißt, in der einsamen, heißen Wüste zu sitzen und trotz der vielen Felsen kaum ein Fleckchen Schatten zu finden. Gut, dass wir unsere Rucksäcke vorsorglich mit Wasser vollgestopft hatten, denn wir haben auf dem nur 1,1 Meilen langen Rundweg getrunken wie die Kamele. Wer mich damals auf Instagram verfolgt und meine Story von dem Tag gesehen hat, kam in den Genuss meiner tomatenroten Birne, die beinahe geplatzt ist. 
Trotz der Hitze fanden wir beide den Rundweg aber herrlich. Diese Stille... Ich meine, wir wohnen wirklich sehr ländlich, aber habt ihr schon mal wirklich absolute Stille gehört? Kein Vogel, kein Wind, gar nichts? Wahnsinnig entspannend, kann ich euch sagen. 
Dass die Natur dort total faszinierend ist, muss ich eigentlich nicht extra erwähnen. Das von Felsen eingekesselte Valley ist Heimat einer erstaunlichen Vielzahl von Pflanzen. Liliengewächse und Kakteen, Bäume, Gräser, alles mögliche wächst hier. Was für Tiere hier so hausen, möchte ich lieber gar nicht wissen, ich befürchte, die Antwort würde mir nicht so gut gefallen.
Im Übrigen muss ich wohl nicht extra betonen, dass ihr un-, un-, un-, un-, uuuunbedingt in Sonnenschutz baden solltet, vor allem wenn ihr solche Weißbrote seid, wie wir. Schmiert ihn euch bloß nicht unbedingt auf eure schwarze Kleidung, das könnte Flecken geben.

 Key's View (Aussichtspunkt)

Einer der populärsten Punkte im Park ist nicht ohne Grund der Aussichtspunkt Key's View. Der rollstuhlgerechte kleine Anstieg vom Parkplatz ist schnell geschafft und oben angekommen stockt einem dann erst mal der Atem. Von hier aus überblickt man nämlich das gesamte Coachella Valley bis zum Salton See im Süden und soll bei gutem Wetter angeblich sogar bis nach Mexiko sehen können!
Man hört ja immer wieder von den "unendlichen Weiten" der USA und ich habe das immer als ein wenig übertrieben abgetan. Ich meine, klar, das Land ist riesig, aber da wohnen doch auch echt viele Menschen, oder? Aber hier und an dieser Stelle wurde uns zum ersten Mal so richtig bewusst, dass an diesem Spruch doch was dran ist. Wahnsinn! 
Durch den Dunst, der in der Luft lag, sah die weiter entfernte Landschaft ganz diesig in wundervollen Blautönen - sieht es nicht wunderschön und magisch aus? An dieser Stelle den Sonnenauf- oder Untergang zu beobachten, muss eine Nummer für sich sein, sicherlich atemberaubend schön!
Ganz in der Nähe befindet sich dann übrigens der Lost Horse Mine Trail, ein 4 Meilen (ca. 6,4 km) langer Trail zur Lost Horse Goldmine, eine der am besten erhaltenen Minen dieser Art im Park. Diese hätten wir uns auch wahnsinnig gerne noch angeschaut, waren uns aber im Vorfeld darüber bewusst, dass wir die Wanderung zeitlich nicht schaffen würden. 

Skull Rock und Split Rock

Zwei verrückte Felsformationen wollten wir uns dann aber nicht entgehen lassen. Der berühmte und sehr beliebte Skull Rock liegt direkt an der Straße. Man kann ihn schon aus dem Auto heraus sehen und an der Stelle auch problemlos anhalten. Hier startet auch ein 1,7 Meilen langer Loop Trail, den wir noch gerne gegangen wären, hätten wir denn die Zeit gehabt. 
Wie der Name schon unschwer vermuten lässt, ist Skull Rock ein großer Felsen, der wirklich wie ein Totenschädel aussieht. Über die Zeit wurde das weiche Gestein vom Wasser so besonders ausgewaschen, dass er seine heutige Form bekam.
Ich schätze, dass der Felsen vor allem auch bei Kindern sehr beliebt ist, denn auch hinter dem Schädel kann man auf den Felsen wunderbar herum klettern. 
Eine weitere Berühmtheit des Parks ist Split Rock, ein riesiger Felsbrocken, der wohl irgendwann einfach in der Mitte auseinander gebrochen ist. Wenn der Park im Sommer gut besucht ist, ist auch dies eine sehr beliebte Stelle, vor allem, weil der Felsen eigentlich direkt am Parkplatz liegt und auch von den fauleren Parkbesuchern bestaunt werden kann. Wir hatten den Felsen allerdings ganz für uns alleine!
Auch hier könnte man noch einen Trail wandern, der sich durch diese einzigartige Felslandschaft schlängelt.


Ganz in der Nähe dieser zwei Punkte befindet sich einer der Campingplätze des Parks, den wir uns interessehalber mal angesehen haben. Die einzelnen Plätze sind recht groß und von den riesigen Felsen geschützt. Man hat zwar weder Wasser- noch Stromanschluss und ich habe zumindest nur Dixiklos gesehen, aber dafür sind Tisch und Grill schon inklusive! 

Cholla Cactus Garden

Der letzte Punkt unserer Tour durch den Park war Cholla Cactus Garden im Pinto Basin.
Ursprünglich befand sich an dieser Stelle einst ein See, der durch tektonische Aktivitäten entstanden ist. Dieser ist im Laufe der Zeit ausgetrocknet und ließ einen einzigartigen Boden mit losem Sand und Kies zurück, welcher wiederum der perfekte Nährboden für Kakteen ist. 
Deshalb findet man hier eine riesige Population an Teddy Bear Cholla Kakteen, die ihren Namen wegen ihrer dichten Stacheln tragen, die aus größerer Entfernung geradezu flauschig wirken. Aber der erste Eindruck täuscht. Mehrere Schildern warnen eindringlich davor, die Kakteen zu berühren. Sie sind zwar nicht giftig, aber die Stacheln besitzen nicht nur Widerhaken, der Cholla Kaktus kann auch noch bei der kleinsten Berührung ganze Stachelbüschel "abschießen". Und die Stacheln sind wirklich ziemlich kräftig, ich wäre also lieber vorsichtig. Man sollte auch aufpassen, nirgendwo mit der Kleidung hängen zu bleiben.
Der Cholla Cactus Garden Trail ist ein kurzer, etwa 400m langer Rundgang durch den "Garten", den man auf jeden Fall mitnehmen sollte, wenn denn die Zeit dafür reicht. Gerade in der Nachmittagssonne fand ich es dort wunderschön. 
Die Kakteen haben, wie ich gelernt habe, hölzerne Skelette und ihre dichten Stacheln schützen die Pflanze vor der Sonne und vor Überhitzung. Stirbt ein Kaktus ab, bildet der tote Teil, der zu Boden fällt, neue Wurzeln, weshalb die Pflanzen in einer Population genetisch identisch sind. Ist das nicht verrückt?
Obwohl Joshua Tree noch soviel mehr zu bieten hat, mussten wir uns danach leider auf den Weg machen, denn wir hatten noch eine gewaltige Strecke vor uns an diesem Abend.
Beim unserem nächsten Besuch würden wir uns auf jeden Fall gerne die alten, verlassenen Goldminen des Parks ansehen und auch Barkers Dam soll wunderschön sein, zumindest, wenn das Becken auch Wasser führt. 
Ich persönlich würde auch wahnsinnig gerne mal in diesem Park übernachten oder zumindest so lange bleiben, damit ich den Sternenhimmel sehen kann, denn der muss grandios sein. Hier ist die Luft so klar und die Sicht so weit und gepaart mit dieser absoluten Stille, stelle ich mir das absolut traumhaft vor. Aber bitte in meinem Camper, nicht im Zelt.

Von Cholla Cactus Garden aus traten wir also den Rückweg, raus aus dem Park in Richtung Twentynine Palms an, denn wir wollten am gleichen Abend noch einen großen Teil der Strecke zu unserem nächsten Punkt auf der Liste zurücklegen: dem Grand Canyon!

Wart jemand von euch schon mal im Joshua Tree Nationalpark oder würde ihn auf seine Travel List setzen? Ich bin nach meinem Besuch mehr als begeistert von dem Park, denn die einzigartige Wüstenlandschaft, die Felsen und die Pflanzenwelt haben es mir dort sehr angetan!



Saskia
6 Comments
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Kommentare:

  1. So, jetzt hab ich extra mal reingeklickt :D Die beiden Felsen sehen klasse aus. Schon witzig, was die Natur manchmal so zaubert.

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  2. Tolle Bilder und die Landschaft ist atemberaubend. Jetzt ist mein Fernweh wieder riesig, aber da hast du mit deinem Post alles richtig gemacht :) Ich hoffe, dass ich meinen Mann mal überredet bekomme, dass wir uns auch mal die Natonalparks der USA ansehen (na gut, vielleicht nicht alle, aber ein paar davon). Deine Reiseberichte machen auf jeden Fall Lust auf die Westküste und ich freue mich auf die weiteren Teile der Reihe.

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  3. Wir haben im Frühling einen Road Trip durch Südwesten USA gemacht und auch den Joshua Tree Nationalpark sowie einige andere besucht. Die Landschaften sind so unterschiedlich und alle so wunderschön

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  4. Hallo Saskias Mann ����

    Hallo Saskia, schöne Fotos und tolle Landschaft ��

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  5. Nachdem ich in Australien und Neuseeland das Wandern für mcih entdeckt habe wär das genau das Richtig! Sieht wirklich faszinierend aus! Sehr schöne Aufnahmen!

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